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IoT - Grundlagen und Hintergründe

IoT - Grundlagen und Hintergründe

Das «Internet of Things» kurz IoT sticht einem seit geraumer Zeit vielerorts sofort ins Auge: Yellow-Press, Magazine, ja selbst Fachzeitschriften scheuen nicht vor grosser Aufmachung zurück, um das Phänomen des Internets der Dinge in den Himmel zu loben.

Da wird eben dies als das Internet der Zukunft prophezeit, ein Internet, das neuartige Geräte miteinander verbindet und dem Menschen vielfältige neue Möglichkeiten erschliesst. Demzufolge findet man viele theoretische Abhandlungen zum Thema, die Anzahl der Schweizer Google-Suchergebnisse beispielsweise, seit jeher ein Indikator für Trends, findet sage und schreibe 80 Millionen Treffer bei der «IoT»-Suche. Aber was steckt tatsächlich hinter dem Schlagwort und ist der Hype gerechtfertigt? Was bedeutet es, wenn man davon spricht, dass «jeder Lichtschalter online geht»? 
 

Der Begriff ist nicht neu, wir alle sind wohl schon mal mit IoT in Berührung gekommen, vielleicht ohne es zu wissen, beispielsweise bei den Online-Bestellungen, man denke an Amazon oder Zalando. In den Logistikzentren sitzt kein Mitarbeiter mehr, der eingibt wo sich die Pakete derzeit befinden, die Erfassung läuft vollautomatisiert ab. Die erfassten Informationen werden nun teilweise zum allgemeinen Abruf freigegeben. Via Smartphone- Apps oder Internet kann der Besteller diese Daten abrufen und ist jederzeit über eine Änderung des Lieferstatus informiert. Im Fachjargon werden diese Vorgänge salopp mit «Smart »bezeichnet. Folglich sollen durch «smarte» Lösungen im Internet der Dinge die Grenzen zwischen der Online- und Offline-Welt verschwinden. 

Um das «Smart»-Beispiel in diesem Zusammenhang konsequent weiterzuführen, beschäftigt sich die «Smart Home Automation» damit, uns das Leben zu Hause praktischer und bequemer zu gestalten. Beleuchtung, Storen, Haushaltstechnik, Belüftung, Heizung, Alarmanlagen über Babyphones bis hin zu Rauchmeldern sollen mit einer «Intelligenz» und «Eigenständigkeit» ausgestattet werden, um uns, je nach Bedarf, einen möglichst großen Komfort zu bieten. Wie sieht das nun in der Praxis aus? Die Firma «Tado» bietet beispielsweise «smarte» Heizkörperthermostate an. Mittels «Tado» wird die Heizung zu Hause mit dem Smartphone verknüpft und bietet dabei folgenden Mehrwert:  

 

  • Ortsunabhängige Heizungssteuerung 
    «Tado» erkennt, ob sich die Bewohner zu Hause befinden, das Haus verlassen oder wieder nach Hause zurückkehren und regelt die Temperatur dementsprechend.
     
  • Kontrolle per Smartphone 
    Mit der App kann zu jeder Zeit und an jedem Ort auf die Heizung zugegriffen und die Temperatur individuell angepasst werden.
     
  • Sparpotenzial 
    Durch die intelligente und energiesparende Heizungssteuerung werden die Heizkosten bis zu 31% reduziert. 
     
  • Integration der Wettervorhersage 
    Die Wettervorhersage wird berücksichtigt, um eine möglichst vorausschauende Heizungssteuerung sicherzustellen.

Wer wertet nun die Daten aus, wenn wir mehr als nur eine intelligente Heizungssteuerung haben, beispielsweise im Zusammenspiel mit der Beleuchtung im Haus, oder aber auch, historisch gesehen, im Jahresvergleich? Es wäre doch interessant zu wissen, welche smarten Objekte sich in welchem Umfang gegenseitig beeinflussen. Licht gibt Wärme ab, hat das Einfluss auf die Heizung etc. Dazu müsste man die Gebäudedaten erfassen, managen und analysieren, um diese Prozesse zu optimieren oder Einsparpotenzial anzeigen zu können. Hier gibt es mittlerweile auch einige Produkte, beispielsweise das ECockpit, eine smarte Betriebsdaten-Management-Software, die folgenden Mehrwert bietet:


  • Ortsunabhängige Auswertung und Bedienung
    Die plattformunabhängige, WEB-basierende Software läuft in jedem Webbrowser, sei es auf einem Tablet, Smartphone oder direkt am Rechner
     
  • Grafische Auswertung der Daten
    Unterschiedlichste Diagrammtypen für die Datenauswertung (Balken, Säulen, Sankey, etc.) stehen zur Verfügung
     
  • Dashboard
    Alle wichtigen Informationen wie Messwerte oder Reports, auf einer Übersichtsseite, beliebig parametrierbar.
     
  • Sparpotenzial
    Durch das Verknüpfen, Auswerten und Vergleichen der Daten, z.B. Vorjahresdaten mit aktuellen, lassen sich substantielle Einsparungen und Optimierungen vornehmen (Energieklasse).
     
  • Reports
    Detaillierte Auswertung der Daten mittels generierten Reports (PDF, XML, CSV, etc.)

Wie man feststellen kann, gibt es heute bereits zahlreiche Beispiele für Produkte rund um das Internet der Dinge. Sie alle sollen uns das Leben erleichtern und zusätzlichen Mehrwert bieten. IoT birgt ein riesiges Potenzial, allerdings stecken wir derzeit noch in den Kinderschuhen und viele Hersteller setzen auf proprietäre Lösungen. Sind diese Probleme aber gemeistert, dürfen wir uns auf eine spannende Zukunft nicht nur in der Automationsbranche freuen.